Ansgarspiegel

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Monatsspruch Dezember

Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.

Sach 2,14

Das ist so eine Sache: Stellen Sie sich vor, da meldet sich jemand bei Ihnen und sagt: Freue dich, ich will bei dir wohnen! Würden Sie sich freuen? Oder erst einmal irritiert sein? Hängt natürlich auch davon ab, wer da bei mir wohnen will. Und wie lange. Und wenn es jemand wäre, über den ich mich freute, wohnte er bei mir, warum fordert er mich dann auf, ich solle mich darüber freuen und fröhlich sein.

Also, ich würde gerne gefragt werden: Kann ich bei dir wohnen? Würde es dich freuen, wenn ich bei dir wohnte? Ich lasse mich nicht gerne vereinnahmen und auch nicht fremdbestimmen. Ich behalte gerne, im Rahmen meiner Möglichkeiten, die Kontrolle über mein Leben. Vielleicht ist das „Ich will bei dir wohnen“ aber auch eine Art Ansage, bei der es auf meine Antwort ankommt. Als Jesus das zu Zachäus sagt, ist der vor Freude vom Baum gesprungen.

Es kann ja auch eine Ehre und ein Glück sein, wenn jemand bei mir wohnen will.

Und wenn man dann bedenkt, dass sich Gott in Menschen zeigt, aber kein Mensch ist, dann sieht es noch einmal etwas anders aus: Wenn das Glück sagt: Ich will bei dir wohnen. Oder die Liebe. Oder die Hoffnung. Da hätte ich genauso wenig dagegen wie wahrscheinlich Sie auch. Und zu Weihnachten: Gottes Liebe und seine Barmherzigkeit will bei und sogar in uns wohnen. Ich freue mich darauf und es macht mich fröhlich. Und ich sage ihm: Herzlich willkommen!

 

H. Martens

 

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