Ansgarspiegel

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Monatsspruch November 2018

Der Seher Johannes schreibt: „Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Offenbarung 21.2

Diese novembrigen Tage führen uns zu schweren und düsteren Themen. Volkstrauertag - in diesem Jahr bedeutet das die Erinnerung an das Ende dieses ersten, verdammten Weltkriegs vor 100 Jahren. Aber auch Anderes geht mir durch Kopf und Herz am Volkstrauertag 2018 - das Gedenken an die Zerstörungen der Synagogen vor jetzt 80 Jahren. Erst brannten die heiligen Stätten, ihre heiligen Schriften und Noten und dann brannten Menschen. Und heute kommen die dumpfen Parolen wieder aus den Mottenkisten heraus…

Volkstrauertag - trauern wir auch um die 1.500 Menschen (wer, außer Gott, kennt schon die genaue Zahl...), die in diesem Jahr schon im Mittelmeer ertrunken sind? Machen wir Hamburg zu einem Hafen und Knotenpunkt der Menschlichkeit?

Nach dem Volkstrauertag folgt der Buß- und Bettag. Auch er erinnert uns an unser Tun und Lassen, an unsere Verantwortung für das Ganze, die sich an dem Ort, wo wir leben, bewähren kann.

Und schließlich der Toten- und Ewigkeitssonntag. Wir denken an unsere Toten. Wir nennen ihre Namen und holen sie damit für einen Moment zurück in unsere Gegenwart. Wir entzünden ein Licht, eine Kerze für sie und für uns. Wir sind bleibend verbunden, weil die Liebe nicht sterben kann. p>Diese novembrigen Tage führen uns zu schweren und düsteren Themen. Aber sie träufeln uns auch eine unverlierbare Hoffnung ins Herz. Wir werfen unsere Gebete und Gedanken an den Himmel, wir malen uns aus, welche Farben der Himmel hat. Der Seher Johannes tut das in seiner Zeit auf seine Weise. Er hat die Vision einer neuen Stadt. Er hat die innere Kraft, gegen alle Trübnisse und Traurigkeiten einen neuen Himmel und eine neue Erde herbeizuglauben. Er sieht die Stadt, in der Leiden und Schmerzen durchkreuzt sind; er ahnt die Welt, in der Gott das große Mahl und Fest für alle ausrichtet. Er kann den Ort schon sehen, innewändig, an dem die Stummen ihre Sprache und die Lahmen ihren Tanz wiedergefunden haben. Es ist nicht egal, welche inneren Bilder wir haben von einem Leben - hier wie dort.

 

Herzlich grüßt Sie Ihr Pastor Tobias Götting

 

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