Ansgarspiegel

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Monatsspruch März

Jesus Christus spricht: Wachet!

Markus 13,37

Katastrophen haben eine große Präsenz und Macht. Das Klima auf der Erde steigt und steigt. Und das Klima in unserem menschlichen Miteinander scheint dagegen eher zu sinken. Die Debatten werden aufgeregter, man hört einander nicht mehr zu. Da mag man manchmal einfach die Decke über den Kopf ziehen und nichts mehr davon hören.

Die großen und die kleinen Katastrophen haben eine große Macht. Davon erzählt auch der Evangelist Markus in seinem 13. Kapitel.

Aber er lädt mich auch ein zu einer Wachsamkeitsübung. Die Katastrophen haben nicht das letzte Wort. Markus spricht da von der Wiederkunft Christi.

Wir sprechen das auch in jedem Gottesdienst, dass Christus wiederkommen wird, um Gottes neue Welt zu schaffen. Gibt es wirklich diesen einen Moment, in dem alles sich wandelt, ohne mein Dazutun? Oder gibt es ein Unterwegssein auf dieses Ziel hin, bei dem ich mit gefragt bin?

Ich verstehe den Text aus dem Markusevangelium als Einladung an mich, wachsam zu sein für all‘ die kostbaren Momente, in denen etwas von der Welt, wie Gott sie sich wünscht, sich schon jetzt, hier, heute und auch durch mein Beten und Handeln verwirklicht. Eine Einladung, trotz aller Kata-Strophen, die auch mir bedrängend nah kommen, die anderen Strophen, nämlich die, die die Hoffnung nähren, nicht zu übersehen. Da engagieren sich Menschen für andere. Trösten, heilen, helfen. Da teilen Menschen mit anderen. Geld Brot, Zeit. Da sind Menschen wachsam, wo Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Da wachen Menschen am Bett von Kranken, Altgewordenen, Sterbenden. Hoffnungsbilder sind das, die der Seele sagen können: Hab Vertrauen, dass es oft besser ist, als Du meinst. Hab den Glauben, dass es besser werden kann, als es jetzt ist. Hab einen wachen Blick für alles, was Du geschenkt bekommst. In jedem Augenblick.

Herzlich grüßt Sie Ihr Pastor Tobias Götting

 

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