Ja, das Werk umfasst 750 Seiten, aber sie sind ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der DDR, zum Verständnis vielleicht auch von Idealismus und der machtpolitischen Fallen.
Aus dem Klappentext des Buches: "In seinem Gesellschaftsroman lässt Christoph Hein Frauen und Männer aufeinandertreffen, denen bei der Gründung der DDR unterschiedlichste Rollen zuteil werden, begleitet sie durch die dramatischen Entwicklungen einer im Werden befindlichen Gesellschaft, die das bessere Deutschland zu repräsentieren vermeint und doch von einem Scheitern zum nächsten eilt. Überzeugte Kommunisten, ehemals begeisterte Nazis, in Intrigen verstrickte Funktionäre, ihre Bürgerlichkeit in den Realsozialismus hinüberrettende Intellektuelle, Schuhverkäufer, Kellner, Fabrikarbeiter, Hausmeister und selbst ein hoher Stasi-Mann erkennen auf die eine oder andere Art ihre Zugehörigkeit zu einer unfreiwilligen Mannschaft an Bord eines Gemeinwesens, das sie zunehmend als Narrenschiff wahrnehmen und dessen Kurs auf immer bedrohlichere historische Klippen ausgerichtet ist.
Wir besprechen das Werk am Mittwoch, 17. September, 19.30 Uhr, im Kirchsaal Ansgar.
Herzlich willkommen (auch wenn Sie interessiert sein sollten, aber das Buch nicht gelesen haben)!
Helge Martens