Ansgarspiegel

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Weihnachten

Weihnachten wird dieses Jahr anders werden. Wie, weiß noch niemand. Werden die Familien sich besuchen dürfen? Oder dürfen, wenn überhaupt, nur maximal 10 Personen aus 2 Haushalten zusammenkommen?

Wie vielen mag unter diesen Bedingungen überhaupt zum Feiern zumute sein? Oder jetzt erst recht? Weihnachten intensiv – wenn auch vielleicht im kleinen Kreise – begehen, gleichsam als Impfstoff gegen die Coronasorgen.

Ungewissheiten. Nur eines ist – leider – gewiss: Unsere vertrauten Gottesdienste in unserer Kirche an Heiligabend wird es nicht geben.

Aber eines ist noch gewisser: Der Grund, warum wir Weihnachten feiern, bleibt: Gott kommt zur Welt. Und teilt unser menschliches Leben mit uns, und will uns so helfen, anzunehmen, dass eben dieses menschliche Leben, so wie es ist, ein trotz und in und mit allem sinnerfülltes Leben sein kann – ein anderes gibt es nicht: in aller Schönheit auch erbärmlich (der Stall, ärmlich und nicht romantisch), gefährdet (der Kindermord zu Bethlehem, die Flucht), heilsam (die Heilungen: Erzählungen von heil und gesund werden), menschenfreundlich (die Gleichnisse, die deutlich machen, wie sehr wir von Gnade und Barmherzigkeit leben, weil uns nicht jeder Fehler um die Ohren gehauen wird), die Gemeinschaft (Jesus und seine Jünger*innen, die Mahlfeiern). Und am Ende: der Tod.

Ein ganz menschliches Leben zu leben, das ist der Sinn, einen anderen gibt es nicht.

Weihnachten wird dieses Jahr anders werden. Wir wissen nur nicht wie. Und Ungewissheiten verunsichern, sie lassen sich aber sicher besser ertragen, wenn man sie teilt. Gott teilt die Unsicherheit des Lebens mit uns. Und wenn wir sie teilen, können wir lernen mit ihr zu leben.

Ich wünsche Ihnen gesegnete Weihnachten!

Helge Martens

 

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